Zugewanderte Frauen stärken - Sicherheit und Selbstbestimmung

Sicherheit und Selbstbestimmung bezüglich ihrer eigenen Person sind für in Deutschland lebende Frauen eine Selbstverständlichkeit und verbrieftes Recht im Grundgesetz. Frauen treffen ihre eigenen Entscheidungen, haben ein eigenes Bankkonto, dürfen das Haus verlassen und auch reisen, ohne jemanden fragen zu müssen - auch nicht einen Ehemann.

Der Staat muss die Frau sogar - bei Bedarf - vor dem eigenen Ehemann schützen. Ihre Stimme zählt als Zeugin vor Gericht genauso viel wie die eines Mannes. Einer Frau steht nach dem Gesetz im Erbrecht der selbe Pflichtanteil zu wie einem männlichen Geschwisterteil. In Deutschland sind eine gute Schulbildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit von Frauen Normalität. Familienplanung, Kinderkriegen und Erziehung werden von Frauen und Familien geplant und sind nicht naturbedingt Frauensache und alleiniger Lebensinhalt.

Das alles ist für uns so selbstverständlich, dass das Aufzählen fast lächerlich wirkt - für hier aufgewachsene Menschen.

Frauen - und Männer - anderer Kulturen sind anders sozialisiert. Das, was sie in den ersten 20 bis 30 Lebensjahren gelernt haben, können sie nicht abwerfen wie einen alten Rucksack. Zugewanderte Frauen benötigen unsere Unterstützung, um: einen Sprachkurs zu besuchen, ein eigenes Bankkonto mit ihrem eigenen Geld zu verwalten, um das Kopftuch abzulegen - auch gegen den Willen des Ehemannes oder der Familie. Zugewanderte Frauen brauchen die Sicherheit, dass wir in Fragen eines selbstbestimmten Lebens hinter ihnen stehen. Nur so funktionieren unsere Demokratie und Gleichberechtigung - für zugewanderte Menschen und für die gesamte Gesellschaft.

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